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Computer und Yoga

Wandel und Beständigkeit

Oh je, jetzt hat meine Bank schon wieder das Layout geändert und ich muss mich neu zurechtfinden!

Wo klicke ich, wenn ich überweisen möchte? Wo finde ich jetzt verflixt nochmal die TAN-Freigabe? Menno! Es fällt mir nicht leicht mit der IT. Ich bin eher ein visueller Typ, der sich nach der Optik orientiert.
Und ich mag die Routine, wenn ich mich mit schlafwandlerischer Sicherheit durch (bekannte) Seiten klicke, und alles fließt und läuft „wie am Schnürchen“.
Kennst Du das auch?

Aber dann schon wieder ein update auf die Software, schon wieder ein neues Seiten-Layout und ich verschwende meine Zeit mit Dingen, die mich nicht wirklich interessieren aber notwendig sind. Denn es ist ja nicht nur eine Webseite, auf der ich mich heutzutage auskennen muss, nicht nur eine Software, die ich bediene. (Ich spüre deutlich Widerstände in mir – grummel) Ständig ist schnelles Umdenken und Neu-Erlernen erforderlich.

Aber das hält doch jung und trainiert den Geist!

Ja, supi! Jetzt soll ich mich auch noch darüber freuen, dass meine Synapsen in Bewegung bleiben. Wandel hat auch einen positiven Aspekt, ich weiß. Es ist ja auch nicht so, dass ich mich Neuem verweigere. Ich würde allerdings meinen grauen Zellen lieber andere Kost verabreichen um Neues zu erkunden und aktiv zu bleiben, Kunst und Kreativität zum Beispiel.

Ich bezweifle schlichtweg die Sinnhaftigkeit vieler Änderungen. Einige Neuerungen „mit verbesserter user-experience“ halten ihre Versprechen nicht. Warum muss es z.B. jedes Jahr ein neues Smartphone geben? Wirklich Neues ist in den aktuellen Modellen nicht zu finden. Immer schnelllebiger wird die digitale Welt, immer schneller wird einmal Gelerntes unnütz.

Wenn ich im Laden mit meinen Kunden ins Gespräch komme – und es geht bei diesen Plaudereien längst nicht nur um Yogamatten – höre ich ähnliche Ansichten.

Da ist die Angestellte im Reisebüro, die mittlerweile vom schnellen Wandel auf den vielen Webseiten und Computerprogrammen hoffnungslos überfordert ist.
Ein Programmierer erzählte mir von seinem Leid, dass so vieles von dem, was er einst gelernt hat, nun nicht mehr aktuell ist; Computersprachen, die er gut beherrscht, heute nicht mehr genutzt werden. Wissen, dass nur für eine kleine Zeitspanne sinnvoll war.

Gut, dass ich mein Yoga habe!

Yoga hat Bestand, vermittelt bleibende Werte. Alles was ich einst gelernt habe, ist – obwohl schon tausende Jahre alt – nach wie vor aktuell, siehe Patanjalis Yogasutren. Im Gegenteil, Jahr um Jahr vertieft sich mein Wissen, mein Verstehen.
Aus der täglichen Yogapraxis schöpfe ich Kraft, um den Anforderungen des schnellen Wandels im Außen gewachsen zu sein.

Danke Yoga.